Im „Künstlerasyl“ träumt der mittellose Architekt André von Ruhm und Glück – bis plötzlich Fortuna persönlich in Gestalt der geheimnisvollen Aimee in seinem Badezimmer steht. Mit ihr scheint sich das Blatt zu wenden: Geld, Liebe und ein Neubeginn liegen in greifbarer Nähe. Doch eine turbulente Verwechslung wirbelt alles durcheinander – und Fortuna hält noch so manche Überraschung bereit.
ausführliche Beschreibung
Kreative Menschen, die am Hungertuch nagen und in einem halbverfallenen Gebäude hausen, die kaum Geld für Kleidung, geschweige denn für Miete und Strom haben; einer von ihnen ist der junge, arbeitslose Architekt André. Wieder einmal kehrt er nach einer durchzechten Nacht ins „Künstlerasyl“ heim und wieder einmal muss ihn sein guter Freund und Nachbar Henri vor der drohenden Delogierung retten.
Erbarmungswürdig und dennoch den Kopf voll hochfliegender Projekte gibt André nicht auf, an das personifizierte Glück, namentlich an Göttin Fortuna zu glauben. Sie betet er an, ihr opfert er – nicht Tauben wie seinerzeit die Römer – doch so manche Champagnerflasche, die er sich eigentlich nicht leisten kann.
Als plötzlich ein nacktes Mädchen aus Andrés Badezimmer herauskommt, das sich ebenso wenig an die vergangene Nacht erinnern kann wie er, ist sich André sicher, einer lebendigen Göttin gegenüberzustehen. Fortuna, die sich irdisch Aimee nennt, wandelt also wirklich auf Erden, berührt ihren Auserwählten und sorgt dafür, dass seine Pechsträhne zu Ende geht. Und wirklich: Plötzlich taucht Geld in abgelegten Kleidungsstücken auf, teure Speisen und Getränke werden geliefert, der ewige Zank mit den Nachbarn schließt mit Verbrüderung, und ein guter Freund bezahlt Andrés Schulden.
Bald kehrt auch das verloren geglaubte Gedächtnis jener durchtanzten Ballnacht zurück, in deren Verlauf er Aimee kennenlernte. André ist sich sicher, dass sie die in allen Medien gesuchte Ausreißerin einer berühmten Industriellenfamilie ist. Eine Million Francs verspricht ihr Vater, ein Parfumfabrikant und Politiker, dem ehrlichen „Finder“. Schon glauben André und Henri die Million so gut wie in der Tasche zu haben, alarmieren den überglücklichen, vermeintlichen Vater, um kurz darauf festzustellen, dass er Aimee, vor der man das arrangierte Wiedersehen selbstverständlich geheim gehalten hat, noch nie in seinem Leben gesehen hat.
Schon will der enttäuschte Vater wieder abziehen, da steht seine durchgebrannte Tochter vor ihm: Es ist die Nachbarin. Fortuna bleibt allen gewogen, denn der reiche Mann zeigt sich großzügig und verspricht André und Aimee die Million als Start ins neue Leben. Auch darf sich André das neue Familienschloss an der Côte D’Azur bauen. Und Henri bekommt die Millionärstochter, in die er schon so lange verliebt ist.