Die Türken kommen

Reinhard Federmann

Wien im Nationalsozialismus als Spiel im Spiel auf einer Vorstadtbühne
Das Stück spielt in drei Akten, zu drei Zeitpunkten der österreichischen Geschichte. Auf einer Wiener Bühne wird das Theaterstück „Die Türken kommen“ geprobt: Am 12. März 1938, am Tag des Anschlusses, versucht ein mutiger jüdischer Regisseur, die Türken mit den Nationalsozialisten gleichzusetzen und wird vom Theaterdirektor aus dem Haus gewiesen. Am 24. August 1944 soll der Autor sein Stück im Sinne der Nationalsozialisten umarbeiten und tut es auch. Am 15. Mai 1955 beginnt der remigrierte Regisseur am Tag der Unterzeichnung des Staatsvertrages wieder mit den Proben, und der Theaterdirektor – es ist immer noch der von 1938 – spielt die Hauptrolle.

Das Stück war 1968 eine Produktion des Theater der Jugend in Wien. 1970 wurde das Theaterstück vom ORF für das Fernsehen verfilmt (Regie: Wolfgang Glück).
6D 12H
Jugend, Schauspiel
Alter: 14+
UA: 22.10.1968, Theater an der Wien, Regie: Wolfgang Lesowsky