Walt Disney, der Abgott der Kinder, Schöpfer der wohl berühmtesten Trickfilme der Welt - vermutlich hat jeder zweite Mensch auf der Welt sein BAMBI gesehen, sein SCHNEEWITTCHEN, seine CINDERELLA, vor allem aber natürlich seine Comicfiguren Mickey Maus, Donald Duck, Tick, Trick und Track und wie sie alle heißen. Er war der amerikanische Filmzauberer, der Übervater, der gute Onkel aus Amerika. In diesem Stück ist Walt Disney tot, aber Ub, sein wichtigster Zeichner, lebt. Walt - als Schatten immer vorhanden - bedrängt, bedroht, lobt, verhöhnt und erklärt Ub, woher er kommt, wer er war und wie er sein Leben sieht: Im Grunde genommen verlogen, ein armer Teufel, gequält vom eigenen Vater, mit großen Problemen geschlagen bei Frauen, ein unglücklicher Mensch, der sich in eine Zauber-, Märchen- und Trickwelt gerettet hat - mit dem größten Erfolg, den man sich vorstellen kann. Er war ein von seiner Sendung Besessener, ein Arbeitswütiger, der wahrscheinlich nicht einmal zeichnen konnte. Aber seine Phantasie, seine Erfindungsgabe und seine Luftschlösser hat er über geniale Zeichner umgesetzt. Er verlangt von Ub einen letzten Dienst, er soll ihn erschießen. Verrückt, denn er ist schon tot. Er schürt den Haß von Ub und der von ihm lebenslang Ausgebeutete drückt ab. Es endet wie im Trickfilm: Aus der Pistole kommt eine Fahne mit der Aufschrift "Peng", alles ist Film, alles ist Gag.