Travnicek und die Wiener Messe

Helmut Qualtinger / Carl Merz

Von Pavillons bis Parkuhren
„Was fang' i mit ein' Turm an, wo net amal a Kaffeehaus drin is?"
Travnicek sitzt mit seinem Freund vor Plakaten der Wiener Messe. Der Freund preist Pavillons, Mädchen, technische Neuheiten, Turmbauten, internationale Begegnungen und die festliche Stimmung. Travnicek kontert alles mit trockenem Spott: die Pavillons seien alt, die Mädchen nur älter geworden, der „neue“ Traktor stünde schon seit Jahren, der Mannesmann-Turm sei wie der Bisamberg, nur nutzlos.

Er spottet über Eintrittsgeld, Regen, Stadionausbau, Mopeds, die Erfindermesse und über seine eigenen absurden „Patente“ wie platzsichere Würstel oder eine Parkscheibe mit Uhrwerk. Am Ende erklärt er, das einzig Positive an der Messe seien die „Messememphis“-Zigaretten – die es aber längst gibt.
2H
1 Dek.
Sketche