Wartezeit

Heinz Zechmann

Eine Berghütte nahe der Grenze. In diesem Warteraum für die Zukunft finden sich verschiedene Menschen ein, die ein Unbekannter gegen Entgelt über die Pfade und Felsen führen soll, an Abgründen vorbei in eine andere Welt: ein linientreues Brautpaar, das sich ein stilles Glück erträumt, ein Professor mit Gattin, der seine geistigen Erkenntnisse nicht verraten will, ein Tatmensch, der das politische Attentat als einzigen Ausweg suchte, und ein heimlicher Mörder. Mit jeder Person, die neu eintrifft, steigert sich die Spannung, weil in jeder der „Retter“ vermutet wird, gleichzeitig wächst aber auch das Misstrauen der unerwünschten Konkurrenz gegenüber, da nur zwei Fluchtanwärter berücksichtigt werden können. Die Gegensätze werden immer stärker, Bespitzelung macht sich breit, und die Charaktere enthüllen sich oder werden enthüllt.
2D 5H
1 Dek.
Schauspiel
UA: 24.03.1966