Ein Tag mit Edward

Komödie in 3 Akten

Hans Friedrich Kühnelt

Das Stück spielt in einer Welt, in der Roboter den Haushalt prägen. Auch Edward gehört zu jenen menschenähnlichen Maschinen, die von ihren Besitzern zum Einkaufen geschickt werden und lästige Hausarbeit verrichten müssen. Durch ein Versehen der Köchin, die versehentlich zwei Lampen vertauscht, entwickelt er menschliche Gefühle und lernt selbstständig denken.

Roboter Edward wird zum umschwärmten Star von Funk, Film und Fernsehen, sogar Politiker bewerben sich um seine Gunst. Edward jedoch, der Geschmack an seinem menschenähnlichen Dasein gefunden hat, will sich nicht den überspannten Plänen seiner Umwelt fügen. Statt Staatssekretär zu werden, möchte er wieder in die Fabrik zurück, um sich wieder auseinandernehmen zu lassen.

„Ein Tag mit Edward“ war 1955 bei seiner Österreichischen Erstaufführung am Wiener Burgtheater (Josef Meinrad spielte den Roboter) ein Publikumshit und verhalf Kühnelt als Theaterautor zum Durchbruch.
„Der originellste Selbstmörder aus verwundetem Herzen, den wir seit langem gesehen haben.“
Heinrich Satter, NZZ, 28. April 1955
„Nicht die Macht an sich, die Technik an sich sind es, die hier zum grotesken Dämon werden, sondern Macht, Ordnung, Technik, Wissenschaft in der Hand des Menschen, der sie gegen den Menschen in grotesker Weise mißbraucht.“
Margret Dietrich, Das moderne Drama, 1961
„his best play … humorous social criticism with melancholy“
Michael Anderson, Crowell's handbook of contemporary drama, 1971
3D 7H
1 Dek.
Komödie
Ausgezeichnet mit dem österreichischen Staatspreis
UA: 14.06.1953, Tribüne Berlin, Regie: Frank Lothar
ÖEA: 13.06.1955, Wiener Burgtheater, Regie: Ulrich Bettac