Straße ohne Ende

Drama

Hans Friedrich Kühnelt

In einem Auffanglager hat der Flüchtling Nilpesch einen Angsttraum, im Sammellager vermisst man seine Parteizugehörigkeit, in der Klinik will man den ehemaligen Arzt nur als Spitalsdiener beschäftigen, eine Dame der Flüchtlingshilfe benützt den Verzweifelten als Aufputz für ihre Gartenparty, als Spitalsdiener endlich wieder in der Klinik, rettet er unbefugterweise einem Patienten das Leben und wird entlassen. Auf einem Jahrmarkt sieht sich der Flüchtling als Automat zur Schau gestellt, die makabre Firma „Für jeden etwas“ verhilft Nilpesch zu einer steilen Karriere, er wird sogar Präsident mit allen Allüren – und sieht sich plötzlich früheren Kameraden gegenüber, die er einmal im Stich gelassen hat. Aus seinem Angsttraum erwacht, geht Nilpesch nun beschiedener als vorher seiner Zukunft entgegen.
2D 10H
9 Dek.
Schauspiel
UA: 12.6.1963, Wiener Burgtheater, Regie: Peter Mosbacher