Frau Esther und die kleine Lampe

Nina C. Gabriel

Ein Spiel um die Sichtbarkeit verborgener Emotionen, die sogar Lampen zum Leuchten bringen.
In der Villa von Frau Esther kommen sie alle zum sechzigstem Geburtstag der gefragten Galeristin zusammen. Esther, ihre jüngere Schwester Yvona, eine Biologieprofessorin, deren Tochter Verka, Kunstgeschichtestudentin und der Erfinder Gabriel, Esthers Nachbar. Alle warten auf Jani Torinski - bester Freund und große, unverwirklichte Liebe der Gefeierten seit dreißig Jahren. Die Hoffnung auf eine späte Erfüllung schwindet, als der charismatische Jani mit einer jungen, auffallend schönen Frau zum Fest erscheint. Wer ist diese geheimnisvolle Marina, die sich als Muse und Inspiration des leidenschaftlich besessenen Kunstsammlers vorstellt? Und was hat es mit Gabriels Profession, der Erfindung „mystischer“ Lampen, die wahre Gefühle sichtbar machen, auf sich? Im Laufe des Abends geraten die Emotionen der illustren Runde aus den Bahnen, besonders bei Esther, die Marinas Anwesenheit als „Geburtstagsbescherung“ schwer erträgt. Jani treibt die Verwirrungen auf die Spitze, als er Esther seine unantastbare Liebe zu ihr und gleichzeitig seine starke Leidenschaft zu Marina erklärt. Als Esther die junge Rivalin bittet, ihr Haus zu verlassen, schlägt Gabriel ein grenzüberschreitendes Experiment vor, das Esther innerhalb eine Jahres auf eine hürdenreiche Seelenreise schicken soll. Kann man die Fähigkeit zu lieben, erlernen? Noch dazu jemanden, den man emotional ablehnt? Und kann man Liebe messen? Etwa mit leuchtenden Lampen?