Eine sauf-, rauf- und orgiensüchtige Soldateska belagert eine feindliche Festung, schert sich den Teufel um Tod oder Leben, reißt an Genüssen an sich, was sich nur bietet, und will lachend und grölend sich zur Not auch verstümmeln lassen, der Ehre wegen. Hinter diesem Haufen dressierter Idioten spinnen ein ehemaliger Maultiertreiber, zum Proviantoberverwalter hinaufgekrochen, und eine ehemalige Wäscherin, jetzt als Marketender in unentbehrich, ihr kriegstreiber
isch kriegsgewinnlerisches Netz, die Ruhmverblendeten als Marionetten des blanken Egoismus, der sich dann auch noch philosophisch gibt.
Dass ein Stück mit dem Titel "Der Krieg" zu einer ausgesprochen lustigen Sache werden kann, muß nicht unbedingt sein. Wenn man aber weiß, daß der Schreiber niemand anderer als Carlo Goldoni , der witzige Italiener aus dem 18. Jahrhundert, war, dann darf man sich getrost darauf verlassen, daß in diesem Spiel gelacht werden darf.
„ein Meisterstück … Die groteske Darstellung der Vaterlandskämpfer und Kriegsfanatiker entblößt gnadenlos deren unsinnige Motive, die von lächerlichem Ruhmesdrang über lebensverneinenden Destruktivismus bis zu unehrenhafter Profitgier reichen.“
Blitz-Journal, Essen