Mein privates Glück

Michael Köhlmeier

Ein äußerst phantasievolles Stück, das von verschiedenen Erinnerungsebenen überlagert, immer aber aus der Sicht des alten Georg geschildert wird, der am Rand das Geschehen kommentiert und als Junger nie in Erscheinung tritt. Ein Tag seiner Kindheit will nicht aus seinem Gedächtnis schwinden. Die Ferien waren angebrochen und dieses Jahr war es seine Schwester Johanna gewesen, die die Tante in Würzburg besuchen durfte. Georg hatte einen Tausch vorgeschlagen, aber Johanna wollte nicht einwilligen. An diesem Tag entdeckt der kleine Georg, dass er wahrhaftig in der Lage ist, zu verschwinden. Er kann sich in Luft auflösen. Sein Platz bleibt stets leer, jede Interaktion zwischen dem jungen Georg und den anderen Personen muss folglich mit einem Unsichtbaren stattfinden, was wiederum Georgs exzeptionelle Fähigkeit, sich plötzlich in Luft aufzulösen, erleichtert und den anderen Darstellern interessante Interpretationsmöglichkeiten bietet.