Rhapsodie in Bronze

(Bronzová rapsodie)
Prolog und vier Gesänge

František Langer

Pleuron, die heilige Stätte der Kureten, wird seit Monaten von den überlegenen Aitolen aus Kalydon belagert und systematisch ausgehungert. Als die letzten Vorräte zur Neige gehen, ruft König Thoas – bestärkt durch eine Prophezeiung der Götter Artemis zum Sieg – die erschöpften Kareter zur Ratsversammlung auf die Agorà. Sie beschließen – nach dem barbarischen Vorbild der Stadt Sikyon – sich der nutzlosen Greise zu entledigen – und durch dieses Opfer die jungen Krieger mit Essensrationen für den letzten Kampf zu stärken. Das Lager der Aitolen wird gestürmt – und sie ziehen, besiegt von den Kureten, ab. Alkinoos, der Schiffsführer der Kureten, ruft das Volk zu einer Herrfahrt zur Sklavenjagd auf, um das heruntergekommene Pleuron wieder aufzubauen. Odysseus, Sohn des Thoas, soll mit seinen gleichaltrigen Gefährten in Pleuron zurückbleiben. Nach einer Erscheinung Apollons gründen die jungen Kureten, in Abwesenheit ihrer Väter, olympische Spiele im Zeichen des Friedens, zu denen begeisterte Wettkämpfer aus ganz Griechenland strömen. Diomedes, der blinde Sänger von Pleuron, rät zu einer Friedensvereinbarung für alle griechischen Städte unter dem Schutz aller Götter des Olymps. Nur Udeis, ein eigennütziger Emporkömmling, versucht, die Kureter auf der Basis eines großen Friedens, für einen Heereszug aller Achaier gegen das reiche, viel besungene Troja zu überreden. Diomedes, die Folgen voraussehend, tötet Udeis mit Hilfe Apollons, der ihm für kurze Zeit die Sehkraft wiedergibt, mit seinem Blindenstab.
2D 10H
1 Dek.
Schauspiel
Übersetzung aus dem Tschechischen:
Otto František Babler