Das letzte Lokal

Helmut Qualtinger

Ein Wirtshausabend als Endspiel
In einem heruntergekommenen Nachtcafé trifft ein groteskes „Monstrum“ – dick, verwahrlost, fast blind, aber aristokratisch sprechend – seinen Rendezvouspartner. Zwischen ihnen entspinnt sich ein Gespräch über Geld, Erbschaften, Wohnungen und verpasste Chancen. Der Partner redet vom „Galeriebetrieb“, von Aktien und Besitz, während er das Monstrum zu Unterschriften drängt.

Dazwischen sitzen drei Damen, die Karten spielen und lachen, sowie ein alter Herr mit Koteletten, der schweigend Zeitungen hortet – wie ein unbeteiligtes Echo auf die Szene.

Das Monstrum erinnert an die verstorbene Mutter, an alte Bilder und ein geerbtes Schloss, während es zugleich ausgeliefert und ausgenutzt wirkt. Am Ende unterschreibt es arglos ein Dokument, das wohl seine letzte Sicherheit kostet, und bleibt blind, unsicher und verloren zurück.
1D 2H
3 stumme Rollen
Sketche