Liebe und Selbstbetrug
„Aber mit 50, weißt du, ist jedes Leben verpfuscht."
Vor einem Krankenhaus treffen sich ein älterer Intellektueller und seine junge Geliebte. Er klagt über seine Frau, die nach einem Selbstmordversuch im Spital liegt, und über sein „verpfuschtes Leben“. Sie hingegen versucht ihn mit zärtlichen Worten, Bewunderung und jugendlicher Hingabe aufzubauen.
Zwischen Krankenhaus, Auto und Beisel entspinnt sich ein Dialog voller Selbstmitleid, falscher Größe und Abhängigkeit: Er sieht sich als leidender Geist, sie spielt die devote, zugleich kokette „Dritte“, die ihn anhimmelt und zugleich provoziert.
In Träumen von Urlaub, Kind und Neubeginn blitzt ihre Illusion auf – doch immer wieder bricht die Realität herein: das Alter, die Ehe, die Kinder, die gesellschaftlichen Grenzen. Am Ende bleibt das Paar zwar zusammen, aber in einer fragilem, von Selbsttäuschung und Machtspielen bestimmten Beziehung.