Der Ableger

Helmut Qualtinger

Erinnerungen am Donaukanal
Ein alternder Mann fährt in der Stadtbahn und erzählt sein Leben im Monolog. In Erinnerungen an seine Mutter, an die Kindheit im Wien der Zwischenkriegszeit, an Armut, Arbeitslosigkeit, Militärdienst und verpasste Chancen entfaltet er eine grotesk-tragische Lebensgeschichte.

Immer wieder taucht die Figur seines abwesenden Vaters auf – ein rastloser Deutscher, den er kaum kannte, den er aber zugleich bewunderte und verachtete. Zwischen Donaukanal, Reichsbrücke und Kriegsjahren vermischen sich private Erinnerungen mit Zeitgeschichte, Ressentiments und resigniertem Schmäh.

Am Ende bleibt der Mann allein zurück – ein ewiger Außenseiter, der sein Scheitern nicht einmal mehr als Fehler erkennt.