Der Alleinherrscher

Helmut Qualtinger

Ein Kaiserreich in der Gasse
Ein 65-jähriger Hausmeister sitzt am Fenster und erzählt von seinem Leben, seiner Gasse und seiner Weltanschauung. In scheinbar harmlosen Erinnerungen an Nachbarn, Kindheit, Kinobesuche und alte Gewohnheiten spiegelt sich ein Weltbild voller Kleinbürgerlichkeit, Ressentiments und Angst.

Er philosophiert über Demokratie („Pappen halten und grinsen“), über Chinesen und „Neger“, über Kommunisten und Architekten – stets aus der Sicht eines Mannes, dessen Machtbereich auf seine Gasse, sein Fenster und die Hausordnung beschränkt ist.

Am Ende droht er sogar, sich umzubringen, sollte „seine Gass’n“ abgerissen und durch ein Hochhaus ersetzt werden.