Kohlhiesels Töchter

basierend auf dem Film von Hanns Kräly und Georg Zoch

Jörg Doppelreiter / Hanns Kräly

Shakespeare im Alpendorf!
„Warum haben Sie die Hühner in der Kommode?“
Shakespeare im Alpendorf! Kohlhiesels Töchter sollen heiraten. Doch bevor die schöne Liesl zum Traualtar schreiten darf, muss ihre kratzbürstige Schwester Susi an den Mann gebracht werden. Das ist der letzte Wille der verstorbenen Mutter, der für Vater Zacharias heilig ist.

Hanns Kräly adaptierte 1920 Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ ins Alpenmilieu und schuf damit einen Filmsklassiker, der seit der ersten Stummfilmfassung von Ernst Lubitsch immer wieder neu verfilmt wurde. Unvergesslich: 1962 brillierte Liselotte Pulver in der Doppelrolle der ungleichen Zwillinge.
ausführliche Beschreibung
Die Töchter des Gastwirtes Zacharias Kohlhiesel sollen unter die Haube. Doch die resche Susi ist nicht gerade beliebt bei der männlichen Dorfjugend. Sie sticht nicht nur mit spitzen Worten, sondern schon auch einmal mit der Mistgabel zu, wenn ihre Knechte mit den Mägden im Heu versinken. Der Verschleiß an Personal ist enorm, denn ungehorsame Angestellte schmeißt die robuste Wirtstochter hochkant hinaus. Kein Wunder, dass die heiratsfähigen Burschen Susis sanfte Schwester Liesl bevorzugen und ihr scharenweise hinterher laufen. Liesl soll nach dreijähriger Ausbildung in der Stadt mit ihrem know-how den Tourismus im Ort ankurbeln und den väterlichen Betrieb auf Vordermann bringen. Der Jungbauer Toni ist über beide Ohren verliebt in die fesche Juniorchefin. Auch der Student Peter ist der Angebeteten in die raue Gebirgswelt gefolgt. Doch an eine Hochzeit mit der begehrten Schönheit hat die verstorbene Mutter Amalie in kluger Voraussicht eine Bedingung geknüpft. Und da Zacharias der letzte Wille seiner Frau heilig ist, bestimmt er: Erst wenn die Susi an den Mann gebracht ist, darf auch Liesl heiraten.

Der überforderte Vater gibt eine Heiratsannonce heraus, in der Hoffnung, dass sich ein männliches Wesen zur Bändigung der kratzbürstigen Tochter findet. Er ahnt nicht, dass Susi gleichzeitig Stellenangebote ausschreiben lässt. Als sich die Bewerber für die vakanten Arbeitsplätze mit den Heiratskandidaten kreuzen, wird die Luft dünn im Alpendorf. Und siehe da: Plötzlich hat die Susi nach einer Rochade der Gefühle mehr Verehrer als ihre beliebte Schwester, und ganz abgeneigt ist sie ja nicht. Eine zünftige Gebirgskomödie, bei der bald nicht mehr klar ist, wer eigentlich um wen wirbt. Aber jeder Topf findet bekanntlich seinen Deckel, und am Schluss läuten die Kuhglocken ... äh... Hochzeitsglocken.
4D 10H
variables Ensemble, Chor, Statisten
Schauspiel