Der Prinz der Tränen

Kaspar Locher

Auf der Suche nach neuen Männlichkeitsbildern
„Früher wurden wir ja ständig angeschaut.“
Der Prinz hat alles. Geld, eine Therapeutin, Muskeln. Doch er will nichts als schlafen. Er verkriecht sich in seinem Bett und seinem Selbstmitleid. Er hofft in seinem Publikum einen verständnisvollen Zuhörer zu finden in seinem Wunsch nach Liebe und Anerkennung. Doch zunehmend dringen Stimmen eines Chors auf ihn ein, die ihm suggerieren, dass im Selbstbewusstsein männlicher Überlegenheit und Stärke die einzige Chance auf Heilung liegt.

„Der Prinz der Tränen“ schildert die tragikomische Suche seiner Hauptfigur nach einem neuen, kritischen Männlichkeitsbild und den Einfluss toxischer Männlichkeitskulte, die aus den Dunkelkammern des Internets in die Wirklichkeit treten. Spätestens seit der Serie „Adolescence“ ist dieses Thema erschreckend aktuell.
Besetzung variabel
Schauspiel
Frei zur: UA