Eichmann vor Gericht

Peter Wittenberg / Wiebke Melle / Andreas Erdmann

Dokumentartheater über Adolf Eichmann, basierend auf den Prozessakten
„Mit Reue ist nichts gemacht. Reue hat gar keinen Zweck, Reue ist etwas für kleine Kinder.“
Als Leiter des sogenannten „Judenreferats“ organisierte Adolf Eichmann während des Nationalsozialismus die Verfolgung, Vertreibung und Deportation von Jüdinnen und Juden und war mitverantwortlich für die Ermordung von sechs Millionen Menschen. Nach Kriegsende gelang ihm wie so vielen NS-Täter:innen auf der sogenannten „Rattenlinie“ die Flucht nach Südamerika. Erst dank seiner Entführung aus Argentinien konnte er schließlich für seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden. Im Prozess, der ab 1961 in Jerusalem vor den Augen der Weltöffentlichkeit stattfand, argumentierte er damit, lediglich ein ohnmächtiges Rädchen im Getriebe gewesen zu sein. Selbst versierte Denker:innen wie Hannah Arendt glaubten in ihm nun vor allem die „Banalität des Bösen“ zu erkennen. Doch Eichmann hatte vor Gericht vor allem eines versucht: den Überzeugungstäter, der er bis zuletzt war, zu verbergen.
„Eine Sternstunde des Theaters … ‚Eichmann vor Gericht‘ geht über die rein historische Dimension hinaus, weil es Mechanismen zeigt, wie leicht das Böse verharmlost werden kann – und das ist heute so aktuell wie damals. Ein Stück, das jeder gesehen haben sollte.“
OÖNachrichten, 2025
„Insgesamt ist ein beklemmender Theaterabend gelungen, der auf jeden Fall als einzigartig gewertet werden kann und sehenswert ist.“
Kronen-Zeitung, 2025
9 Darst.
Mehrfachbesetzungen
Schauspiel
UA: 21.09.2025, Landestheater Linz, Regie: Peter Wittenberg
Frei zur: DEA, SEA

Credits

Dokumentartheater nach den historischen Prozessunterlagen
In einer Fassung von Wiebke Melle, Andreas Erdmann und Peter Wittenberg