Nina ist um die 30, solo, und sie hat akute Probleme. 1. Sie hatte Sex. 2. Das Kondom ist geplatzt. 3. Es war nur ein One-Night-Stand. 4. Der One-Night-Stand hat seinen Pullover vergessen. 5. Obwohl sie weiß, dass es nur ein One-Night-Stand war, schnüffelt sie permanent an seinem Pullover. 6. Der One-Night-Stand hat eine Frau und diverse Kinder und bereits versucht, die beste Freundin aufzureißen. 7. Sie hat zwei gute Freundinnen und beide besitzen ein Telefon.
ausführliche Beschreibung
Nina hat nach langer Abstinenz einen One-Night-Stand. Natürlich muss sie gleich Caro anrufen, denn schließlich waren es ihre besten Freundinnen Caro und Miriam, die ihr zu mehr Offenheit gegenüber dem männlichen Geschlecht geraten haben. Die kultivierte Miriam, die gerade der No-Sex-Bewegung beigetreten ist, hat den Rat natürlich intellektueller gemeint als Caro, die in Sachen One-Night-Stands reiche Erfahrung hat. Miriam ruft Caro an, ob sie das mit Nina schon wisse. Nina wurde beim Verlassen einer Kneipe beobachtet. Mit einem Mann, den sie, Miriam nur allzu gut kenne, der Grund für ihre Mitgliedschaft bei der No-Sex-Bewegung. Ein gewisser Matthias, ein verheirateter Weiberheld mit drei bis vier Kindern, dessen Handynummer Miriam aber nicht herausrückt.
Caro und Miriam sind besorgt und betreiben Krisenmanagement aus dem Hintergrund. Ninas nächtlichem Beglücker ist beim Geschlechtsakt, wie Miriam diesen Vor gang sachlich benennt, das Kondom geplatzt. Was, wenn Nina schwanger ist? Und dann hat er seinen Pullover vergessen, an dem Nina sehnsuchtsvoll schnüffelt. Fataler Weise hält ihr postkoitaler Gefühlsrausch an. Sie will Matthias wiedersehen. Nur, um ihm seinen Pullover zurückzugeben, versteht sich. Doch dieser Matthias mit drei bis fünf Kindern wird laut Miriams und Caros Prognosen sicher nicht auftauchen. Allen Unkenrufen zum Trotz kommt Matthias doch, um den Pullover abzuholen. Aus dem One-Night-Stand wird ein Two-Night-Stand. Angeblich ist er gerade dabei, sich scheiden zu lassen. Nina wirft ihn raus. Und Miriam, die an diesem Matthias mit seinen drei bis sechs Kindern kein gutes Haar lässt, jubelt: Es gäbe keine Männer, die sich gerade scheiden lassen. Caro meint, das sei genau die Tour, um willige Frauen leichter flachzulegen. Und Nina ist nicht die Frau für oberflächliche Bettgeschichten. Die Telefonrochaden arten aus. Mitten in der Konferenzschaltung erspäht die weinende Nina einen Brief unter ihrer Tür, und hinter der Tür liegt Matthias‘ Pullover. Und dann ist Nina plötzlich kotzübel…
Drei Frauen. Drei Handys. Drei Festnetzanschlüsse. Das gibt Gespräche ohne Ende. Zu zweit mit parallelem SMS-Verkehr oder zu dritt mit zwei Hörern am Ohr. Ein One-Night-Stand ist der Anlass für die ausufernde Telefonitis dreier Freundinnen. Liebenswerte Singles um die Dreißig, die den Charme von Sex in the City versprühen und in ferner Zukunft als Golden Girls wohl immer noch telefonieren werden. Katrin Wiegand treibt die Möglichkeit, über mehrere Telefone gleichzeitig zu kommunizieren, ohne dabei die Übersicht zu verlieren, auf die Spitze. Komisch, zutiefst menschlich und, was will man mehr, ein Muss-Stück für drei Frauen!