Eine höchst amüsante Komödie um Liebe, Sex, Sehnsucht, Wünsche und Verdrängung.
„Wie ist das alles hier passiert? Es ist doch Weihnachten!“
Sandra und Thomas feiern ihr erstes Weinachten nur zu zweit. Ohne Familie, ohne Kirche, ohne Streit. Endlich. Das Pärchen, das das inserierte Doppelbett abholen will, muss noch „abgefertigt“ werden und dann steht dem gemütlichen Abend nichts mehr im Wege. Nur dass die beiden, die sich als Leo und Elisabeth vorstellen, keine Anstalten machen, die Wohnung so schnell wieder zu verlassen…
ausführliche Beschreibung
Sandra und Thomas freuen sich auf die schönsten Weihnachten ihres Lebens. Kein Stress. Keine Geschenke. Keine Fischbeuschelsuppe von Thomas‘ Mutter. Keine Fragen, wann endlich die Kinderlein kommen. Zu Sandras katholischer Großfamilie aufs Land fahren sie auch nicht. Sie bleiben zu Hause. Keine Krippe, keine Mette, keine himmlischen Gesänge! Ach, wird das wunderbar!
Nur der kurze Besuch von Werwillwas hat sich angekündigt. Endlich haben sich Käufer für das Doppelbett gefunden. Thomas und Sandra schlafen in letzter Zeit getrennt: aus gegenseitiger Rücksichtnahme. Ja, und es hat sich manches verändert. Jedenfalls sind sie froh, das alte Ding loszuwerden. Als Elisabeth und Leo an der Tür läuten, gehen Thomas und Sandra davon aus, dass sie das Geschäft schnell abwickeln und dann die weihnachtliche Zweisamkeit genießen können. Doch die vermeintlichen Bettkäufer lassen sich ein Glas nach dem anderen einschenken, verdrücken Thomas‘ selbstgemachte Pasteten, fangen ungeniert auf der Couch zu schmusen an und denken nicht daran, zu gehen. Kein Wunder: Sie wollen kein Doppelbett kaufen, sondern sich in einem solchen vergnügen. Zu viert. Elisabeth und Leo sind ein Swinger-Paar, das den Heiligen Abend unheilig verbringen will. Durch eine Verwechslung der Adressen sind die beiden Sex-Abenteurer nicht bei Mumu07 und Mister XX gelandet, sondern beim grammatikversessenen Germanisten Thomas und der bigotten Religionslehrerin Sandra. Das verhängnisvolle Doppelbett verstrickt seine ahnungslosen Besitzer und die falschen Käufer in eine doppelbödige Konversation. Bis die Bombe platzt und beide Paare realisieren, dass hier wohl ein Missverständnis vorliegt.
Jetzt erwacht die Neugier. Wer sind die beiden Menschen, die hier eine glückliche Beziehung demonstrieren und Sex mit Fremden suchen? Und wer ist das perfekte Ehepaar, das seinem Doppelbett zwei Einzelbetten vorzieht? Elisabeth lockt mit einem Spiel alle aus der Reserve. Jeder zieht einen Zettel mit einer Frage. Thomas soll den liebsten Körperteil seiner Partnerin beschreiben. Leo schildert sein peinlichstes Sex-Erlebnis. Elisabeth verrät, was sie berührt. Und die verklemmte Sandra outet eine Sex-Fantasie. Neben berührenden Liebeserklärungen kommen Betrug und verdrängte Defizite ans heilige Abendlicht. Der Krach lässt die Öko-Tanne zittern. Sandra ist moralisch nicht so unfehlbar, wie sie tut. Und Thomas nicht so ahnungslos, wie Sandra glaubt. Und Elisabeth arbeitet durchaus nicht bei der Müllabfuhr. Nur Leo ist der, der er ist. Er will Sex und gehen. Sandra und Thomas bleiben zurück. Sind die beiden Swinger nicht glücklicher als sie, das ach so monogame Traumpaar? Was ist aus ihrer großen Liebe geworden? Sehen sie da einen Stern am Himmel über Bethlehem?
René Freunds swingende Beziehungskomödie stellt existenzielle Fragen unterm Christbaum. Wie viel hat Sex mit Liebe zu tun? Geht Sex nur mit Liebe? Beim partnerschaftlichen Weihnachtsputz läuten die Alarmglocken. Wird der Heilige Abend doch noch zum Fest der Liebe?