Ein Hund kam in die Küche

Sepp Mall

Ein Roman wider das Vergessen: über die NS-„Euthanasie“, Mitläufer:innentum, das Auswandern und Heimkehren
„In unserer Familie gab es keine Wörter für den Abschied."
Krieg und NS-Zeit aus der Sicht eines Kindes. Ein Roman über die Südtiroler Auswanderung und die NS-Verbrechen an Menschen mit Behinderung.

Eine Familie aus Südtirol entscheidet sich 1942 im Zuge der „Option“ für die Auswanderung ins Deutsche Reich. Der 11-jährige Ludi erzählt von den letzten Tagen im Dorf und der ersten Station im Deutschen Reich: Innsbruck. Auf Anweisung der Ärzte muss sein behinderter Bruder Hanno in eine Anstalt bei Hall gebracht werden. Die restliche Familie zieht weiter nach Oberösterreich. Der Vater wird in die Wehrmacht eingezogen und auch Hanno kehrt nicht mehr zurück. Ein Brief aus einer „Heil- und Pflegeanstalt“ des Reiches ist alles, was der Familie von ihm bleibt. Sepp Mall gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller Südtirols, der sich in seinem Werk mit komplexen Themen der jüngsten Zeitgeschichte auseinandersetzt. Wie lässt sich das Unbegreifliche verstehen und wie überlebt man ein kollektives Trauma?

Ein Roman wider das Vergessen: über die NS-„Euthanasie“, Mitläufer*innentum, das Auswandern und Heimkehren
„ein Familiendrama, das einem immer wieder den Atem raubt“
Martin Hanni, SALTO, 6. Mai 2025
Longlist Deutscher Buchpreis 2023
Verfilmung
Dramatisierung
Leykam Buchverlag ↗