Wer passt zu wem?
„Er wollte mich grade mit seinem Plastikschwert erstechen!“
Gleich und gleich gesellt sich gern. Oder ziehen sich nicht doch Gegensätze an? Wer passt zu wem? Stefan Vögel vollzieht mit zwei beziehungsmüden Paaren den probeweisen Tisch -und Bettentausch. Sind Claudia, Michael, Sarah und Georg jetzt glücklicher? Oder bekommen die süßen Früchte, wenn man offiziell an ihnen naschen kann, nicht auch bald einen bitteren Beigeschmack? Nach dem ehelichen Wechselspiel samt Partner-Rücktausch bleibt wiederum die Frage offen: Wer passt zu wem?
ausführliche Beschreibung
Die lebenslustige Sekretärin Claudia, und Michael, der pragmatische Buchhalter einer Steuerberatungskanzlei, sind seit acht Jahren ein Paar. Ihre Freunde, die besonnene Floristin Sarah und ihr verrückter Performance-Künstler Georg, seit sechs Jahren. Claudia vermisst Abwechslung, während Sarah die Exzesse ihres Mannes nicht mehr erträgt. Sarahs Träume von Kind, Haus und Normalität sind Georgs Albträume. Und Michael, der sein Leben über „Soll und Haben“ definiert, sind Claudias Wünsche nach Risiko und Abenteuer ein Gräuel. Dabei war es nicht immer so. Wo sind die Zeiten, als Michael seine Claudia im Rausch der Gefühle in einer Kabine spontan vernascht hat? Und wie lange ist es her, dass Georg wegen chronischen Geldmangels Papprosen für Sarah gebastelt hat? Dabei hat Georg, der Claudia immer schon angehimmelt hat, alles, was Michael fehlt. Und Sarah wiederum ist für Michael die bessere Gesprächspartnerin, wenn es um Steuergesetze geht. An einem alkoholgetränkten Abend, der in einem handfesten Beziehungskrach endet, beschließen die
beiden Paare einen vierzehntägigen Partnertausch.
Doch was als süßes Experiment beginnt, wird bald bitterer Ernst, denn das fröhliche „Bäumchen-Wechsel-Spiel“ birgt pikante Geheimnisse. Für Claudia und Georg, die ihre schon länger gehende heimliche Affäre endlich ungestört ausleben können, ist das Knistern bald vorbei. Claudia findet den kreativen Georg gar nicht mehr so witzig und will ihren Michael zurückhaben, während Georg, der sich nach Sarahs Besonnenheit sehnt, Claudias Nörgeleien nerven. Und Michael und Sarah, die auch schon längst mehr miteinander verbindet als Freundschaft, bekunden zwar nach der ersten zweiwöchigen Etappe zum Ärger ihrer angetrauten Partner ernsthafte Liebe, nach einer weiteren Frist ist die Luft aber auch bei ihnen raus. Erleichtert zieht man Resumé: Gott sei Dank müssen wir nicht miteinander leben!
Funktioniert der Rücktausch, nachdem man sämtliche offiziellen und inoffiziellen Seitensprünge offengelegt hat, oder sind die vier Glücksuchenden schon zu weit gegangen? Nach drei Jahren und – teils auffallenden Persönlichkeitsveränderungen wissen die- teils - in den alten Hafen zurückgekehrten Paare mehr, und es gibt zwei entzückende schreiende Beweise der wiedererwachten Leidenschaften. Bleibt die Frage offen: welcher der wechselhaften Beziehungen entsprangen die süßen kleinen Früchte?
Welchem Sprichwort kann man glauben? Gesellt sich gleich und gleich wirklich so gern oder ziehen sich nicht doch Gegensätze an? Stefan Vögel experimentiert munter mit zwei beziehungsmüden Paaren und arrangiert den probeweisen Tisch- und Bettentausch. Passt man zum eigenen Partner oder ist der andere, den man aus sicherer Entfernung viel interessanter findet, wirklich der bessere? Und was passiert, wenn man an den verbotenen Früchten plötzlich ganz offiziell naschen darf? Mit ironischem Tiefblick werden im ehelichen Wechsel-Crash-Test alle Klarheiten beseitigt, und man ist wieder bei der Frage: Wer passt zu wem? Und zwar für das ganze Leben?
„Stefan Vögel sei Dank! Der österreichische Nachwuchsautor beherrscht das Genre. Ohne Muff und mit Dialogen, die in
den besten Momenten mit amerikanischen Edelfedern mithalten können.“
Zitty, 2004
„Ein unbeschwertes Theatervergnügen!“
BZ Kultur, 2004
„Stefan Vögel ist ein erfrischender, ungewöhnlicher junger Autor am Boulevard, er versteht sich auf Typen und schlagfertigen Humor.“
Bühne, 2004