„Du befindest dich ab sofort im Feindesgebiet.“
Wird der alte Kriegsveteran Fred Kowinski, der nichts so sehr hasst wie Putzfrauen, von der deutschen Rosalinda Hundsheimer zur Ordnung bekehrt? Und geht sein alter Freund Walter, den er jahrzehntelang beim wöchentlichen Schachspiel betrogen hat, auf Freds Friedensangebot ein? Freds verzweifelter Sohn Leonard tut alles, um die verhärteten Fronten im väterlichen Domizil auszugleichen.
„Es gibt ihn tatsächlich! Den jungen, deutschsprachigen Komödienschreiber, der alle dramaturgischen, psychologischen und komödiantischen Regeln beherrscht“, schrieb 2002 Die Welt anlässlich des Theaterdebüts des Vorarlberger Autors Stefan Vögel, der seitdem zu den erfolgreichsten Komödien-Autoren im deutschsprachigen Raum zählt.
ausführliche Beschreibung
Fred Kowinski ist ein altes Ekel mit Herz. Nach dem Tod seiner Frau Marylin hat sich der Kriegsveteran und Churchill-Verehrer den Umständen entsprechend eingerichtet. Dienstags kommt sein alter Freund Walter zur wöchentlichen Schach-Partie, mittwochs lässt er den Besuch seines Sohnes Leonard über sich ergehen. Alles hat seine Ordnung, nur die Wohnung versinkt im Dreck. Leonard, der es - sehr zum Leidwesen des alten Herrn - nur zum Staubsaugervertreter gebracht hat, kämpft so erbittert wie erfolglos gegen die voranschreitende Verwahrlosung im väterlichen Domizil. Jede Haushälterin, die der besorgte Sohn seinem Erzeuger aufhalst, sucht binnen kürzester Zeit das Weite. Diesmal hat Fred, der diese wischenden weiblichen Wesen wie das Fegefeuer hasst, seinen eigenen Rekord gebrochen und die Wette gegen Walter gewonnen. Schon nach einer Woche ist die letzte willige Putzkraft schachmatt gesetzt und ergreift unter Tränen die Flucht.
Als Leonard eines Tages die resolute Deutsche Rosalinda Hundsheimer ins „Seuchengebiet“ holt, geht der überrumpelte Vater zum Blitzkrieg über. Der eingefleischte Hitler-Gegner, der schon im Zweiten Weltkrieg gegen die Deutschen gekämpft hat, wähnt sich siegessicher. Doch Fred hat die Dame kräftig unterschätzt. Die putzende Aikido-Kämpferin bietet ihm Paroli und sprengt die zementierte Routine im verlotterten Apartment. Bald ist sowohl die Wohnung als auch ihr Besitzer nicht mehr wiederzuerkennen. Alles glänzt in perfekter Ordnung, versteckte Whiskyflaschen gehören der Vergangenheit an. Doch die Idylle währt nicht lange. Als sich „Rosie“ in Freds heiliges Schachduell einmischt und damit dem „Zeitlupen-Spieler“ Walter nach siebenunddreißig Jahren Verliererdasein zum ersten Sieg verhilft, verhärten sich die Fronten. Und als durch exzessive Putz-Aktionen der „deutschen Spionin “ Freds jahrzehntelang erfolgreich praktizierter Schach-Schwindel auffliegt, bricht beinahe der Dritte Weltkrieg aus. Die „Verräterin“ wird der Wohnungstür verwiesen und putzt ab sofort im Feindesgebiet des betrogenen Schach-Kumpels Walter. Kann der alte Kämpfer einlenken? Kommt es zu Friedensverhandlungen und Wiedervereinigung? Und - ist die „gute Partie“ noch zu retten?
„Da sage noch einmal jemand, es gäbe keine guten deutschsprachigen Stückeschreiber fürs Boulevardtheater mehr! … eine Komödie mit klugem Witz, munteren Dialogen und hintergründig überraschenden Pointen.“
Die Welt, 2003
„Man beobachtet Alltagsmenschen bei ihrem kauzigen Treiben und das ist amüsant, berührend, herzerwärmend und strapaziert die Lachmuskeln bis zum Äußersten.“
Wiener Zeitung, 2002
„Die Entdeckung eines Dramatikers"
Fränkische Nachrichten, 2002