"Ich bin der Theaterkönig, ich spiele alles. Sagen Sie mir, was Sie sehen wollen, ich spiele alles."
Ich eröffne diesen Abend. Ich eröffne Ihnen mein Leben. Ich bin für die Bühne geboren und werde auf der Bühne sterben- oder überleben, sofern das Stück halbwegs gut ausgeht.
"‚Die Eröffnung' ist eine Liebeserklärung an das Theater und eine solche Liebeserklärung kann bei Turrini naturgemäß
nur rückhaltlos sein. Kleinliche Vorbehalte, ironische Versteckspiele, skeptische Ausweichmanöver oder gar Überheblichkeit und Besserwisserei sind seine Sache nicht. Das Endspiel als Metapher für die theatralische Beschreibung unseres Zustands ist für Turrini nie ein Modell gewesen. (...) Gerade weil Turrini die großen sozialen Probleme, Konflikte, Spannungen, Verwerfungen leibhaftig studiert und erfahren hat, nimmt er sich das Recht, auf der Bühne (aber auch in seinen Erzählungen) zu spielen. Er setzt seinen enthusiasmierenden Optimismus, seine spontane Gerechtigkeitswut - allen Anfechtungen, allen Anfeindungen zum Trotz - unbeirrbar auf die Bühne, also in die Welt. Turrini spürt in der Gesellschaft die
Komödien der Eitelkeiten und des permanenten Selbstbetrugs auf und wird dennoch kein Zyniker. Warum das so ist? Ich
vermute, Peter Turrini kann immer noch staunen. Das Staunen ist sein Prinzip Hoffnung. Aus diesem Staunen entsteht
seine Welt. Den möglichen Vorwurf, es sei das Staunen eines Kindes, würde Turrini gewiss mit einem zustimmenden Lachen
quittieren. Mit einem herzlichen Lachen." (Hermann Beil)