Insu-Pu

Die Insel der verlorenen Kinder

Mira Lobe

Eine fesselnde Geschichte um die Organisation eines „Kinderstaates“
In Urbien herrscht Krieg. Im Luftschutzkeller überlegen Stefan und Thomas Morin, wie es wohl Kindern in anderen Ländern geht, die ruhig in ihren Betten schlafen können. Sie bitten den Präsidenten von Terranien in einem Brief, die urbischen Kinder für eine Zeit in Terranien unterzubringen. Der Enkel des Präsidenten, Michael, tut alles, um seinen Großvater von dem Plan zu überzeugen. Und bald brechen vier Schiffe voller Kinder nach Terranien auf.

In der vierten Nacht passiert das Unglück: Die „Feuerland“, das Leitschiff, sinkt. Das Rettungsboot, in dem die Morin-Jungen mit neun anderen sitzen, reißt sich los und treibt auf dem Ozean. Nach einer Furcht einflößenden Nacht stranden die Kinder auf einer Insel. Dank ihrer Geschicklichkeit und Erfindungsgabe gelingt es den Kindern, eine funktionierende Gemeinschaft aufzubauen.

Mira Lobes Debüt-Roman erschien zuerst 1948 (also rund sieben Jahre vor William Goldings „Herr der Fliegen“) in Tel Aviv in hebräischer Übersetzung und spielt während des Zweiten Weltkriegs in England und den USA. In der deutschen Ausgabe von 1951 wurde die Handlung in die fiktiven Länder Urbien und Terranien verlegt. 1984 wurde die Geschichte von der BBC als Miniserie verfilmt. Bis heute ist der Roman ein Bestseller in Israel und wurde dort vielfach für die Bühne adaptiert.