Was ist ein Mann? Was ist eine Frau? Wer bin ich? Wen liebe ich?
Auf dem Weg nach Europa sinkt ein Schiff im Mittelmeer vor der Küste von Illyrien. Die gestrandete Viola verkleidet sich als Mann und wird zum Mittelpunkt einer Geschichte voller Irrsinn, Gewalt und absurder Komik, in der Irrungen und Wirrungen der Geschlechter zu einem absurd-komischen Tango der Leidenschaft und Melancholie auf der Suche nach der großen Liebe und zu sich selbst führen.
Torsten Fischer und Herbert Schäfer zeigen in den Kammerspielen eine brillante Neubearbeitung
von Shakespeares "Was ihr wollt".
FAZ
Schraubt man ein wenig an ihm herum, so kann man auch im Jahr 2022 noch herzhaft über
Shakespeare lachen. Regisseur Torsten Fischer stellt mit einem modernisierten "Was ihr wollt" in
den Kammerspielen der Josefstadt, das am Donnerstagabend Premiere feierte, eine absurde
Verwechslungsromanze auf die Beine, die sich selbst nur an den richtigen Stellen ernst nimmt.
APA
Die Josefstädter ergötzen mit "Was ihr wollt". Torsten Fischer hat aus der Komödie eine flotte
Männershow gemacht. Die Premiere wurde ausgiebig bejubelt. Zu Recht.
Die Presse
Genau da spitzt sich die Inszenierung auf spannende Fragen zu: Wer darf wen wie berühren? Was
darf wer zu wem sagen? "Ich glaub, du musst mal wieder flachgelegt werden" – das klingt an einen
männlichen Schauspieler adressiert schon ganz anders.
Der Standard
Dass in den Wiener Kammerspielen (bis auf die famose Maria Bill als Narr) nur Männer auf der
Bühne stehen, ist kein moderner Regieeinfall, sondern folgt Shakespeares Realität. Torsten Fischers
Inszenierung (und Neuübersetzung) nutzt die sich bietende Gelegenheit, eine herrliche Drag-
Komödie auf die leere, weiße Bühne zu stellen. So viel wurde bei einer Shakespeare-Aufführung
schon lange nicht mehr gelacht. Gespielt wird hier ausgezeichnet. Viel Jubel.
Kurier
Der Ulk versprüht eine eigene Poesie wirrer Frische.
Wiener Zeitung