„Dass eine fehlende Rippe so an Schaden anrichten kann!“
Shakespeare meets Vorstadt: Ein frauenhassender Schneidermeister, namens Benedikt von Tuchent, und ein Chocolatier namens Süß, prallen auf die Damenwelt. Der eine will partout von den Frauen nichts wissen, der andere verfällt einer jungen Dame auf ersten Anblick. Wie bei Shakespeare finden sich die Paare durch allerlei Intrigen.
„Viel Lärm um Nix“ folgt dem Original und geht doch eigene Wege. Shakespeares Figuren finden sich
im bürgerlichen Metier wieder, als Schneidermeister, Schokoladenmacher, Bürgermeister, Mündel,
Greißler, Dienstmädchen und Schuster. Eine wilde Wiener Intrigenkomödie, ein Spiel am Abgrund der
verwickelten Emotionen.
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ausführliche Beschreibung
Leonard König, Bürgermeister von Laxenburg hat zwei Mündel, die resche, wortgiftige Beatrice und die zarte, engelssanfte Hermine. Täglich schickt der geplagte Onkel Stoßgebete zum Himmel, in der Hoffnung, seinen Sargnagel Beatrice endlich unter die Haube zu bringen. Da kann der reiche Benedikt von Tuchent, Inhaber eines florierenden Modesalons, nur milde lächeln. Er hasst Beatrice, was bei der scharfzüngigen Dame auf Gegenseitigkeit beruht. In heftigen Verbalgefechten bleiben die Stiefkinder der Liebe einander nichts schuldig und werden nicht müde, ihren Anti-Heiratsschwur lautstark vor den streitgeprüften Ohren Leonards zu bekräftigen.
Das Blatt wendet sich, als der Chocolatier Claudio, Edler von Süß auf der Durchreise in Laxenburg Halt macht und sein Herz samt Zuckerbonbons an die liebreizende Hermine verschenkt. Das Mädchen ist das glatte Gegenteil der streitsüchtigen Schwester, vor der die Männer in Scharen die Flucht ergreifen. Durch einen am Sterbebett des Vaters geleisteten Eid, der die chronologische Verehelichung der beiden Töchter vorschreibt, sieht die unglückliche Hermine die Chancen auf eine Marriage mit ihrem geliebten Pralinenkavalier schwinden. Da hilft nur ein gezielter Nadelstich der Heiratswilligen in die verhärteten Herzen der Heiratsunwilligen.
Bei einem geschickt inszenierten Plausch, den Benedikt und Beatrice heimlich zu belauschen meinen, erfahren sie von angeblich brennender aber unterdrückter wechselseitiger Liebe. Blitzschnell wie Amors Pfeile erwachen längst schlummernde Leidenschaften, und die gar nicht mehr so Widerspenstigen beschließen geschmeichelt, sich des jeweils anderen zu „erbarmen“. Doch bis die Unbekehrbaren bekehrt sind und Hermine mit ihrem Claudio gemeinsam Schokolade rühren kann, sind noch einige Intrigen und Turbulenzen zu überstehen.