Die Omama im Apfelbaum

Susi Weigel / Mira Lobe

Andi wünscht sich sehnlich eine Großmutter, und plötzlich hat er zwei…
Alle Kinder in der Straße haben eine Großmutter. Manche sogar zwei. Nur Andi nicht. Doch eines Tages, als Andi auf seinem Platz auf dem Ast des Apfelbaums sitzt, bekommt er unerwarteten Besuch ...
ausführliche Beschreibung
Andi ist traurig: Alle seine Freunde haben mindestens eine Oma. Er hat keine. Eines Nachmittags, als er sich in sein Versteck hoch oben im Apfelbaum zurückgezogen hat, sitzt seine Oma quicklebendig und unternehmungslustig neben ihm. Von da an erleben die beiden jeden Nachmittag ein neues Abenteuer: Sie gehen in den Prater, machen eine Seereise und jagen Tiger in Indien. Auch wenn ihm keiner in der Familie seine Erlebnisse mit der Omama glaubt – Andi ist mit ihr glücklich.

Da tritt eine andere ältere Frau in Andis Leben: Frau Fink, die neue Nachbarin, die – ganz real – immer wieder Andis Hilfe braucht, ihm dafür seinen Lieblingskuchen bäckt und seine Socken stopft. Sie lacht ihn auch nicht aus, als er ihr von seinen aufregenden Omama-Abenteuern erzählt, sondern schlägt ihm vor: „Warum kannst Du nicht zwei Großmütter haben? Eine, die Rheuma hat
und der du helfen musst – und eine im Apfelbaum für die aufregenden Sachen ... “

Die Idee für „Die Omama im Apfelbaum“ (Illustrationen: Susi Weigel) entstand aus einer Begegnung Mira Lobes mit einem Buben, dessen beide Großmütter gestorben waren. In einem Interview aus den 1980er-Jahren erzählte sie, dass eine von ihnen „umgekommen“ sei. So spiegelt sich in der Geschichte auch die Erfahrung der Shoa und Mira Lobes eigene Lebensgeschichte.

„Die Omama im Apfelbaum“ zählt bis heute zu den größten Erfolgen Mira Lobes. Für dieses Buch wurde sie mit den beiden höchsten österreichischen Auszeichnungen für Kinder- und Jugendliteratur gewürdigt. Bis heute wurde das Werk in rund 30 Sprachen übersetzt, als Theater, als Musical (siehe folgende Seite), als Oper und sogar als Brettspiel adaptiert.
„ … ein Meilenstein in der Entwicklung der phantastischen Erzählung im deutschsprachigen Raum“
Petra Niederberger
„zeitlos gut“
Isabella Stelzhammer, 1001 Buch