Zwei Gescheite

Doppelconference

Hugo Wiener

Wenn beide gescheit sein wollen, wird’s doppelt komisch
„Aber sei menschlich, Karl – sei menschlich ..."
Farkas kündigt dem Publikum eine klassische Doppelconférence an: Er spielt den „Gescheiten“, Waldbrunn den „Blöden“. Doch Waldbrunn weigert sich, erneut den Dummen zu geben – er klagt, die Rolle schade sogar seinem Privatleben. Nach einigem Hin und Her willigt er widerstrebend ein, doch bald bricht er wieder aus der Rolle aus.

Er fordert, endlich einmal als „Gescheiter“ auftreten zu dürfen. So entsteht die Idee: „Warum nicht gleich zwei Gescheite?“ Doch die Umsetzung scheitert, weil Waldbrunn selbst in der vermeintlich ernsten Rolle Missverständnisse und Verdrehungen produziert – von Steckenpferden über internationale Politik bis zu Gespenstergeschichten.

Am Ende muss Farkas ernüchtert feststellen: Statt „zwei Gescheite“ sind sie wieder bei der alten Rollenverteilung gelandet – oder, wie Waldbrunn lakonisch meint: „Zwei Blöde!“