Keiner für alle

Hans Rothe

„Keiner für alle“ war 1926 das erste Theaterstück des jungen Hans Rothe, der durch seine radikalen Shakespeare-Übersetzungen bekannt geworden war. Die politische Satire in drei Akten (1914, 1918, 1924), die „in jedem Land spielen [könne], das am Krieg teilgenommen hat“, war als Eröffnungsstück des sogenannten „Revolutionären Theaters“ von Gustav Gründgens vorgesehen. Sechs Tage vor der Uraufführung wurde die Inszenierung abgesetzt, nachdem eine Hamburger Zeitung gegen das Stück polemisierte, es sei eine „Verhöhnung des Wehrgedankens“. 1960 erstellte Rothe eine überarbeitete Fassung des Stücks.