Kommendes Jubiläum: Friedrich Cerha

Am 17. Februar 2026 würde der große österreichische Komponist 100. Geburtstag feiern.

Heute, in einem Jahr, würde Friedrich Cerha (1926-2023) seinen 100. Geburtstag feiern. Cerha zählt zu den wichtigsten Vertretern der neuen Musik, ein Jahrhundertkomponist, der über viele Jahrzehnte die Musikwelt entscheidend prägte. Wir sind froh und stolz die Opern „Onkel Präsident" und „Der Riese vom Steinfeld" aus der späten, aber nicht minder rebellischen Schaffensperiode Cerhas im Thomas Sessler Verlag vertreten zu dürfen.

Der Riese vom Steinfeld
Nach einer wahren Geschichte aus dem 19. Jahrhundert: Ein junger Bursche hört nicht mehr auf zu wachsen, er wird verspottet und aus dem Knabenchor geworfen. Der listige Schneider des Dorfes macht ihn mit seinen zweieinhalb Metern Körpergröße zur Attraktion aller europäischer Fürstenhöfe von Berlin bis London. Nach zwei Jahren kommt der Riese ins Dorf zurück und stirbt mit 27 Jahren an einer Lungenentzündung. Der ehemals Vertriebene wird als Puppe in Originalgröße nachgebaut, ans Wirthaus genagelt und als Fremdenverkehrsattraktion vermarktet.

„Ein bedeutendes Stück musikalischer Spätromantik, dessen Traurigkeit ans Herz greift ..." (NEWS)

Onkel Präsident
Die letzte Oper Cerhas war ein Auftrag des Staatstheaters am Gärtnerplatz in Koproduktion mit der Volksoper Wien und feierte ihre umjubelte Uraufführung im Sommer 2013. Das Libretto stammt von Peter Wolf und Friedrich Cerha, frei nach dem Bühnenstück „Eins, zwei, drei" von Ferenc Molnár. Cerha nannte die Oper eine „musikalische Farce", eine mutige Wiederbelebung der lange Zeit vernachlässigten Gattung der komischen Oper.

„Wer sagt denn da noch, dass zeitgenössische Oper sperrig, spröde, kopflastig oder konstruiert sein muss? ... So federleicht, klug, lustig, tiefsinnig, (selbst-)ironisch und voller Zitate ist diese musikalische Farce in einem Vorspiel, einem Akt und Epilog, dass es eine Freude ist. Oper heute, hörbar, hintersinnig – das ist möglich." (Kurier)  –17.02.2025