Maria Lazar

Autorin

(* 1895 in Wien | † 1948 in Stockholm)

„Mit Maria Lazar wird eine große Schriftstellerin und Dramatikerin wiederentdeckt.“ (Jakob Hayner, Welt am Sonntag)

Lazar entstammte einer jüdisch-großbürgerlichen Wiener Familie. Sie absolvierte das berühmte Mädchengymnasium der Eugenia Schwarzwald. Seit den frühen 20er-Jahren war sie als Übersetzerin tätig und schrieb für renommierte österreichische, skandinavische und Schweizer Zeitungen. Erst als sie 1930 zum nordischen Pseudonym Esther Grenen griff, stellte sich quasi über Nacht ihr verdienter literarischer Ruhm ein; ein Erfolg, der allerdings durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten ein jähes Ende fand. Aufgrund des repressiven Klimas verließ sie schon 1933 mit ihrer Tochter Österreich und ging zuerst, gemeinsam mit Bertolt Brecht und Helene Weigel, ins Exil nach Dänemark. 1939 flüchtete sie nach Schweden und schied 1948 nach einer langwierigen, unheilbaren Krankheit freiwillig aus dem Leben.

2014 gründete der junge Verleger Albert C. Eibl den Verlag „Das vergessene Buch“ um herausragende Werke der deutschsprachigen Literatur, die zu Unrecht vergessen wurden, neu oder erstmals herauszugeben. Die Veröffentlichungen der Romane „Die Vergiftung“ und „Die Eingeborenen von Maria Blut“ von Maria Lazar waren der Beginn einer atemberaubenden Renaissance der Autorin Maria Lazar. Es folgten weitere Buchveröffentlichungen und die Entdeckung Lazars als Theaterautorin.