Der Krieg

(La Guerra)

Carlo Goldoni

Carlo Goldoni thematisiert in dieser Komödie die Schrecken und Folgen des Krieges Im Mittelpunkt stehen zwei verfeindete Familien, die durch den Krieg gegeneinander aufgebracht werden. Während die Männer kämpfen, leiden die Frauen und Kinder unter den Entbehrungen und der Unsicherheit. Das Stück zeigt die Brutalität des Krieges und die zerstörerischen Auswirkungen auf das Leben und die Beziehungen der Menschen. Am Ende wird deutlich, dass der Krieg nur Leid und Verlust bringt, ohne echte Gewinner.

"Der Aufenthalt in Parma hatte mir auch die Schlacht ins Gedächtnis gerufen, deren Zeuge ich 1746 gewesen, und ich verfasste „La Guerra“, um Abwechslung in meine Lustspielstoffe zu bringen. Gegenstand des Stücks ist die Belagerung einer Festung, und es spielt bald im feindlichen Lager, bald in der belagerten Stadt selbst. Die Arbeit hat mehr Komik als Spannung. Das Bild des Waffenstillstandes, das ich nach den bei der Belagerung von Pizzighettone gemachten Erfahrungen gezeichnet, ist von starker Schlagkraft und verbreitet Heiterkeit in dem Stück." (Carlo Goldoni nach Lola Lorme)

"Carlo Goldoni hat in seinen Memoiren zu verschiedenen Zeiten lebensvolle Schilderungen des Krieges dargeboten, wie er ihn mit eigenen Augen geschaut hat. Aus diesen Erlebnissen hat er dann seine Komödie „La Guerra“ aufgebaut und mit bewundernswerter Klarheit die Schäden aufgezeigt, die der Krieg nicht nur in allen Sphären des täglichen Lebens, sondern vor allem im Fühlen und Denken des Einzelnen hervorbringt." (Lola Lorme)
4D 8H
Komödie
Übersetzung aus dem Italienischen:
Lola Lorme / Margarethe Schell-von Noé