Julius Cäsar

(The Tragedy of Julius Caesar)

William Shakespeare

„Eine moderne Obersetzung muss sich das Fragmentarische der Überlieferung zunutze machen, indem sie versucht, das Sprunghafte des Werks als Tugend und Vorteil auszudeuten. Die Macht des lebenden Caesar wird an den toten Caesar abgetreten. Nicht die Größe eines Menschen oder auch nur seine Irrtümer werden gezeigt, sondern das Chaos, das jeder bedeutende Mensch hinterlässt, ein Chaos, das vielen zum Verhängnis wird, und sei es auch nur deshalb, weil sie einmal seine Bahn kreuzten.“ (Hans Rothe, Vorwort, 1963)

Hans Rothe gilt als einer der großen Shakespeareübersetzer- und interpreten, seine radikalen, bühnenwirksamen Neuinterpretationen sorgten für heftige Debatten und Anfeindungen. In rund 50 Jahren übersetzte Rothe alle Werke Shakespeares. In der Weimarer Zeit wurden seine Übersetzungen als Zeugnis eines entfesselten Theaters gelobt und lösten einen regelrechten Shakespeare-Boom aus.

„Durch Frische der Sprache, bewusste Weglassungen, freisinnige Interpunktion und als Mittel der Interpretation vermittelt Rothe einen 'neuen' Shakespeare.“ (Johannes F. Evelein, 2005)
2D 19H
Schauspiel
UA: 22.03.1956, Stadttheater Bremerhaven
Übersetzung aus dem Englischen:
Hans Rothe
Bearbeitung: Hans Rothe