Macbeth

(The Tragedy of Macbeth)

William Shakespeare

Macbeth und Banquo, Feldherren König Duncans von Schottland, treffen, von Siegen heimkehrend, auf einer Heide drei Hexen, die ihnen weissagen, Macbeth werde Than von Cawdor und König, Banquo Vater von Königen sein. Da Macbeths Erhebung zum Than von Cawdor in der Tat sofort folgt, und seine Frau jede Chance nach oben zu nützen gewusst ist, sehen beide in Duncans Besuch ihrer Burg einen Wink des Schicksals und töten den Gast im Schlaf. Seine Söhne, scheinbar die Täter, fliehen, und Macbeth wird König.

Um die Prognose für Banquo zu entkräften, lässt er ihn samt Sohn ermorden, doch gerade dieser entkommt. Von Banquos Geist verfolgt, eilt Macbeth zu den Hexen, die ihn nun vor Macduff, Than von Fife, warnen, doch auch versichern, dass keiner, den „ein Weib geboren“, ihm schaden könne, und Gefahr erst bestehe, wenn der Wald von Birnam auf sein Schloß Dunsinan zukommt.

Während Macduff in England, dem Exil der Prinzen, mit ihnen gegen Macbeth rüstet, rottet dieser in Fife seine Familie aus. Lady Macbeth fällt in Schlafwandel und stirbt geistig zerrüttet. In Birnams Wald tarnt sich das Rächerheer mit Zweigen und rückt so auf Dunsinan zu. Dort erklärt Macduff dem Genarrten, dass er nicht „geboren“, sondern vorzeitig chirurgisch entbunden wurde, und erschlägt ihn. Duncans Sohn Malcolm wird König.
„Hans Rothe will einen modernen Shakespeare schaffen, der gleichzeitig der ursprüngliche sein soll. (...) Gerade der Macbeth zeigt wie notwendig eine von Grund auf neue Shakespeare Uebertragung ist: man gewinnt zu dem kolossal genialen Briten ein lebendiges Verhältnis, das durch keinerlei störende Uebersetzer-Dichterei beeinträchtigt wird. Shakespeare ist Shakespeare; auch deutsch. Es entstehen nirgends Anachronismen; der moderne Shakespeare resultiert aus dem ursprünglichen Shakespeare.“
Badische Presse, 30.5.1927
6D 21H
Kinder
Schauspiel
UA: 23.9.1922, Würtembergisches Landestheater, Stuttgart
Übersetzung aus dem Englischen:
Hans Rothe
Bearbeitung: Hans Rothe