Zwei Herren aus Verona

(The two Gentlemen of Verona)

William Shakespeare

„Allein die Bühnengeschichte deutet darauf hin, dass etwas mit dem Werk nicht in Ordnung war. Auch während der kurzen Spanne, als Shakespeare berühmt war, wurde es nicht hervorgeholt. Es trägt die Merkmale elisabethanischer Dramatik vor der Großen Pest. Heutzutage verleitet eine originalgetreue Wiedergabe des Stücks, auf englisch oder in Übersetzung, das Publikum zu Protesten, denn jeder im Zuschauerraum spürt, dass nicht das sichtbar wird, was in dem Stück enthalten ist. Der Zwang einer Neufassung drängte sich auf … Die einzelnen Änderungen und Zusätze ereigneten sich, als der Originaltext mit der deutschen Sprache unseres Jahrhunderts zusammenstieß.“ (Hans Rothe, Vorwort)

Hans Rothe gilt als einer der großen Shakespeareübersetzer- und interpreten, seine radikalen, bühnenwirksamen Neuinterpretationen sorgten für heftige Debatten und Anfeindungen. In rund 50 Jahren übersetzte Rothe alle Werke Shakespeares. In der Weimarer Zeit wurden seine Übersetzungen als Zeugnis eines entfesselten Theaters gelobt und lösten einen regelrechten Shakespeare-Boom aus.

„Durch Frische der Sprache, bewusste Weglassungen, freisinnige Interpunktion und als Mittel der Interpretation vermittelt Rothe einen 'neuen' Shakespeare.“ (Johannes F. Evelein, 2005)
3D 12H
Komödie, Schauspiel
UA: 04.11.1934, Schauspielhaus Leipzig
Übersetzung aus dem Englischen:
Hans Rothe
Bearbeitung: Hans Rothe