H. C. Artmann

Autor

(* 1921 in Wien | † 2000 ebenda)

„Er spielt wie kaum ein anderer in allen Tonarten auf der Klaviatur der poetischen Sprache. Ernst und Scherz, Liebe und Tod, Spruchhaftes und Moritatengesang, Zärtliches und Lasterhaftes, Boshaftigkeiten und Galanterien, Verballhornungen und Parodien: alles wird mit leichter Hand ausgestreut.“ (FAZ)

Hans Carl Artmann wurde 1921 in Wien Breitensee geboren. Nach seinem Hauptschulabschluss war er drei Jahre lang als Büropraktikant tätig und begann im Anschluss eine Schuhmacherlehre. Im Jahre 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und erlitt schwere Kriegsverletzungen. Er desertierte zwei Mal – das erste Mal erfolglos, beim zweiten Mal konnte er in Wien untertauchen. 1945 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft und war als Dolmetscher tätig.

1947 veröffentlichte er erste Gedichte und knüpfte Kontakte zum Art Club. 1954 gründete er mit Konrad Bayer, Gerhard Rühm u. a. die Wiener Gruppe, die aus dem Art Club hervorging. Mit dem Gedichtband „med ana schwoazzn dintn“ gelang ihm 1958 der literarische Durchbruch. Artmann wurde in den kommenden Jahrzehnten zu einer der prägendsten Gestalten der österreichischen Avantgarde. Er lebte zeitweise in Schweden (Stockholm, Lund, Malmö), Graz, Berlin und Salzburg. 2000 starb er in Wien an Herzversagen.

Auszeichnungen (Auswahl):
- Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur, 1974
- Georg-Büchner-Preis, 1977
- Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 2000
Foto: © Thomas Sessler Verlag

Theatertexte